Caparol – Meilensteine unserer Geschichte

Caparol ist Teil der Deutschen Amphibolin-Werke von Robert Murjahn, die im Jahr 2010 ihr 115-jähriges Bestehen feierten. Ursprünglich gegründet, um im Odenwald das Mineral Amphibol (Hornblende/Grünschiefer) bergmännisch zu gewinnen, entwickelte sich das Unternehmen jedoch schnell zu einem Hersteller von Anstrichmitteln für den Baubereich. Diese pulverförmigen Produkte bestanden zunächst aus mineralischen Pigmenten, Füllstoffen und den Bindemitteln Kalk/Casein („Murjahns Anstrichpulver“) – danach auch aus Leim beziehungsweise Wasserglas. Später rückte dann die Technologie synthetischer Dispersionsbindemittel in den Mittelpunkt der Produktforschung. Auf diesem Gebiet übernahm das Unternehmen die Rolle eines Spezialisten und Vorreiters, die es bis heute innehat. Vor allem das wässrige Universal-Farbenbindemittel Caparol (Casein, Paraffin, Oleum) – später mit Kunststoffdispersion als Basisrohstoff anstelle von Öl rezeptiert – trat einen Siegeszug durch die deutschen Malerwerkstätten an. Wegen dieser historischen Bedeutung wurde das Produkt zum Namensgeber von Caparol.

1895 gründete Robert Murjahn die Deutschen Amphibolin-Werke im hessischen Ober-Ramstadt. (Bild Robert Murjahn)

1928 Robert Murjahn entwickelt das wässrige Emulsionsbindemittel „Caparol“. Der Markenname ergibt sich aus den Anfangsbuchstaben der drei Bestandteile Casein, Paraffin und chinesischem Holzöl (Oleum). Das neue Produkt leitet die Emulsionsbindertechnik im Malerhandwerk ein.

1936 setzt Robert Murjahn erstmals eine Acryldispersion anstelle von Öl in seinem Caparol-Binder ein. Die „Caparol-Paste-Oelfrei“ markiert damit den Beginn der modernen Dispersionsfarbentechnik.

In den Jahren des Wirtschaftsaufschwungs avanciert Caparol zum deutschen Innovationswunder. 1953 wird das Glanzüberzugsmittel Capaplex auf den Markt gebracht, 1957 präsentiert Caparol sein erstes Fassadendämmsystem.

In den 1960er-Jahren steigt das Unternehmen zum größten Farbenhersteller Deutschlands auf – und bringt weiterhin zahlreiche Innovationen auf den Markt. 1959 wird etwa Muresko, eine neu entwickelte Dispersionsfüllfarbe, eingeführt.

Der gestreifte Elefant wird 1984 zum neuen Firmensignet von Caparol. Ein Jahr später folgt eine „elefantenstarke“ Innovation: Das Unternehmen präsentiert die weltweit erste emissionsminimierte und lösemittelfreie Innenfarbe „Indeko-plus E.L.F.“.

1987: Markteinführung von AmphiSilan, einer regenabweisenden und gleichzeitig hochdiffusionsaktiven Silikonharz-Fassadenfarbe.

Im Jahr 1989 wird die Caparol Farben GmbH & Co KG gegründet. Die „Deutschen Amphibolin-Werke von Robert Murjahn“ werden zur Holding. Die bekannteste Vertriebsfirma neben Caparol ist Alpina.

Im Jahr 1993 führt Caparol das Capalac Lack- und Lasurenprogramm ein. 1999 wird die richtungsweisende Farbtonkollektion „Caparol 3-D-System für Baufarben“ auf der Messe „Farbe“ in Köln der Fachwelt vorgestellt.

Im Jahr 2003 erobert Caparol den asiatischen Markt. Die Unternehmensgruppe gründet Caparol Shanghai – mit eigener Produktion für den chinesischen Markt.

2004 wird aus Muresko „Muresko SilaCryl®“, eine Fassadenfarbe mit neuer, innovativer Rezeptur für besonders intensive Farbtöne.

Auf der Messe „Farbe – Ausbau & Fassade“ in Köln stellt Caparol 2007 eine neue Generation von Fassadendämmsystemen mit Carbonfaserverstärkung vor, die unschlagbar stoßfest und besonders langlebig ist.

2008 bringt Caparol eine neue Fassadenfarben-Generation auf Basis der Nano-Quarz-GitterTechnologie (NQG) für saubere Fassaden auf den Markt. ThermoSan und AmphiSilan sind damit die Hightech-Fassadenfarben im Markt.

Im Jahr 2010 wird die neuartige Farbtonkollektion „FASSADE A1“ präsentiert. Die 500 Farbtöne des Fächers sind speziell für die Fassade ausgewählt und bieten in Kombination mit den Caparol NQG-Premium-Fassadenfarben höchste Farbtonbeständigkeit.

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