05. März 2014

Zügig zum Energiesparhaus

Wärmedämmung von Altbau-Fassaden

Die angebrachten Dämmplatten werden mit einem Unterputz vor äußeren Einflüssen geschützt.

Auf diese Armierungsschicht kommt die flächige Putzgrundierung.

Zum Schluss wird die Fassade in der Lieblingsfarbe gestrichen.

Wenn ohnehin eine Renovierung des Wohneigentums ansteht, ist der Mehraufwand einer Fassadendämmung denkbar gering. Denn moderne Dämmsysteme werden innerhalb kürzester Zeit angebracht. Wie einfach das ist, zeigt der Fall der Familie Lortz in Groß-Zimmern.

Das Dachgeschoss bereitete Rainer Lortz schon seit langem Kopfschmerzen. „Dort hat man sich teilweise gefühlt wie im Cabrio“, erinnert sich Lortz an das luftige Gefühl unter dem Dach. Im vergangenen Sommer ging die Familie das Projekt an und ließ ihr Einfamilienhaus Baujahr 1958 instand setzen.

Das für die Dacharbeiten errichtete Gerüst bot die ideale Gelegenheit, das Haus in Sachen Energieeffizienz auf eine ganz neue Stufe zu heben. „Neben dem Dach haben wir auch gleich die Fassade dämmen lassen. Denn wenn so ein Gerüst erst einmal aufgebaut ist, sind die Mehrkosten für Material und Arbeitsstunden der Handwerker eher gering.“ Das gilt erst recht, wenn die Investition so günstig finanziert werden kann wie derzeit durch zahlreiche Förderprogramme von Bund, Ländern, Gemeinden, Landkreisen und Energieversorgern.

Hochwertige Fassadendämmung ein Muss

Im vergangenen Sommer legten die Handwerker los. Schon nach knapp zwei Tagen waren die Dämmplatten auf der Fassade verlegt. „Polystyrol-Platten können wir schnell und sauber an der Fassade anbringen. Außerdem ist der Dämmwert sehr gut“, sagt Jörg Held, Geschäftsführer des Fachbetriebs Steuernagel & Lampert. Konkret hatte er seinem Kunden zwölf Zentimeter starke Dalmatiner-Dämmplatten von Caparol empfohlen, die den Namen ihrem schwarz-weiß gefleckten Muster verdanken. „Qualität ist besonders wichtig, das Dämmsystem soll ja lange halten“, betont Held.

Innerhalb von nur drei Wochen war bereits das komplette Dämmsystem fertig verarbeitet. In wenigen Arbeitsschritten wurden dabei die hochwertigen Werkstoffkomponenten des Dämmsystems fachgerecht angebracht. Bei der Fassadenfarbe haben sich Rainer Lortz und seine Frau Annette für einen abgetönten Weißton entschieden. Das Dach ist in Anthrazit gehalten. Damit bildet ihr Haus einen spannenden Kontrast zum rassigen Rot des Anbaus, der 2007 hinzugekommen war. Das Gebäude ist zwar immer noch das alte, nach der Sanierung wirkt es aber frischer, moderner und spart zudem eine Menge Energie.

„Das Ergebnis finde ich hervorragend“, schwärmt Lortz, „nicht nur wegen der Optik“. Im vergangenen Winter hat die Familie mit Fassadendämmung und neuem Wärmeerzeuger ihren Gasverbrauch um satte 50 Prozent von 54.000 auf 27.000 Kilowattstunden gedrückt.  „Dadurch haben wir eine Rückzahlung von 1.100 Euro bekommen“, freut sich Lortz. „Die Zeiten horrender Heizkostenrechnungen sind für uns vorbei.“

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