Wie bleibt die Fassade lange schön und sauber?

Fassadendämmung in Form von Wärmedämm-Verbundsystemen hat sich seit mehr als 50 Jahren bei der energetischen Optimierung von Gebäuden bewährt. Dabei müssen Hausbesitzer keine Kompromisse eingehen: Gedämmte Fassaden zeichnen sich durch eine gute Haltbarkeit und Sauberkeit aus. Abhängig von Lage und Wetterbedingungen können gedämmte genauso wie ungedämmte Fassaden von Mikroorganismen befallen werden. Die Auswirkungen sind jedoch nur optisch wahrnehmbar, für Mensch und Gebäude besteht grundsätzlich keine Gefahr.

Risiken kennen und vermeiden

Algen und Pilze bevölkern die Erde schon sehr viel länger als der Mensch. Ihre Sporen sind nahezu überall. Wo sie sich niederlassen und vermehren, hängt allerdings von den Umweltbedingungen ab. Denn Algen und Pilze brauchen vor allem eins zum Wachsen: Wasser. Dauerhaft der Feuchtigkeit ausgesetzte Fassaden sind deshalb anfälliger als Fassaden, die in trockenen Regionen liegen oder besonders gut durch bauliche Maßnahmen wie beispielsweise große Dachüberstände geschützt sind.

Die Ursachen für höheres Algen- und Pilzrisiko sind vielfältig. Zu den häufigsten zählen folgende:

  • Witterung und Lage: Generell sind Häuser in Regionen mit häufigem Regenniederschlag gefährdeter als solche in trockenerem Klima. Zudem sind die Nähe zu Gewässern, die Lage in einem schattigen Tal oder in eher nebligen Gegenden ein Risikofaktor. Denn in diesen Umgebungen kommt es zu erhöhtem Tauniederschlag über Nacht. Dass sich dieser besonders auf gedämmten Fassaden ansammelt, liegt in dem eigentlich durchweg positiven Effekt dieser Maßnahme begründet. Denn sie minimiert den Wärmeverlust in Innenräumen. Die Außenwände leiten nicht viel Wärme ab und bleiben somit an der Außenseite kühler. Das wiederum ermöglicht, dass sich Feuchtigkeit länger an der Fassade hält und sich beim schnelleren Abkühlen in der Nacht dort eher Tau bildet. Tau ist im Prinzip also ein Zeichen für eine gut gedämmte Fassade.
  • Gebäudekonstruktion: Der Aufbau eines Hauses selbst kann über die Anfälligkeit der gedämmten wie normal verputzten Fassade entscheiden. Geringe Dachüberstände und schmale Fensterbänke beispielsweise vergrößern die Belastung durch so genannten Schlagregen. Es kann zu unerwünschten Ablaufspuren kommen. Deshalb ist bei der Anbringung der Fassadendämmung auf die richtige Wasserführung besonders zu achten.
  • Bewuchs um die Fassade und daran: Auch die Nähe zu Wäldern, frei stehenden Bäumen und Sträuchern stellt einen Risikofaktor dar. Zum einen existieren in diesen Umgebungen vermehrt Algen- und Pilzsporen. Zum anderen verhindern gerade Pflanzen, die dicht an oder sogar auf der Fassade wachsen, dass Tau und Regenwasser schnell durch Luft oder Sonne ausgetrocknet werden. Ein mutiger Rückschnitt von Busch und Baum minimiert hier schnell die Algen- und Pilzgefahr.

Hightech für Ihre Fassade

Schöne, saubere und lang anhaltend farbbrillante Fassaden sind der Wunsch jedes Hausbesitzers. Bei der Wahl der äußersten Deckschicht des Gebäudes lohnt es sich deshalb, in hochwertige Produkte zu investieren. Der Schlüssel zum Erfolg heißt Hightech. Caparol hat mit der so genannten Nano-Quarz-Gitter (NQG) Technologie in diesem Bereich einen neuen Maßstab gesetzt. Die Innovation sorgt in Caparol Fassadenfarben und -putzen dafür, dass diese besonders wasserabweisend und wetterfest sind und dabei gleichzeitig diffusionsoffen. Als Oberschicht einer Fassade erlauben sie so, dass etwa Wasserdampf von innen nach außen entweichen kann, von außen aber keine Feuchtigkeit eindringt.

Ein wesentliches Merkmal von Fassadenfarben und –putzen mit der NQG Technologie: Die Oberflächen trocknen schneller ab als mit herkömmlichen Produkten beschichtete Flächen und bieten so noch weniger Nährboden für Mikroorganismen.

In Verbindung mit den Farbtönen aus dem Farbfächer „Fassade A1“ bleiben Fassaden besonders lange brillant und farbtonstabil. Dies hängt mit der ausschließlichen Verwendung von mineralischen, natürlichen Pigmenten in diesen Farbtönen und von der gleichzeitigen Stabilisierung der Farbschicht durch die extrem harte Oberfläche der mit NQG-Produkten beschichteten Flächen zusammen.

Die NQG Technologie hat den Vorteil, dass ein spezielles Bindemittel in der Masse die Oberflächen so hart macht, dass sich Schmutzpartikel gar nicht erst festsetzen können. Und sollte doch etwas hängen bleiben, wird es spätestens beim nächsten Regen weggespült.

Individuelle Lösungen für individuelle Fassaden

Die neuartige Nano-Quarz-Gitter Technologie verbessert die Resistenz von Gebäuden gegenüber Pilzen und Algen erheblich. Doch gerade Fassaden, die in erhöhtem Maße Feuchtigkeit ausgesetzt sind, brauchen häufig zusätzlichen Schutz. Hier können bewuchshemmende Wirkstoffkombinationen, die in Farbe und Putz gemischt werden, die lang anhaltende Resistenz der Fassade gegenüber Pilzen und Algen maßgeblich unterstützen. Diese Zusätze werden als Biozide bezeichnet und finden sich auch in anderen Produkten des täglichen Gebrauchs, wie etwa Anti-Schuppen-Shampoos, wieder.

Retrospektive: Mehr Algen und Pilze ­sind ein gutes Zeichen

Ärgern sich heute viele über den erwiesenermaßen zunehmenden Befall von Hauswänden durch Mikroorganismen, ist dies jedoch eigentlich ein Grund zur Freude. Denn: Algen und Pilze vermehren sich besonders gut in sauberer Luft. Und ihre Qualität ist in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten spürbar gestiegen. Noch in den 1980er-Jahren war die Luft so stark belastet, etwa mit Schwefeldioxid, dass beispielsweise Verkehrsschilder deutlich seltener von Bewuchs gereinigt werden mussten als heute.

Erfahren Sie hier wie die Ökobilanz eines Fassadendämmsystems ausfällt.

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