Wie fällt die Ökobilanz eines Fassadendämmsystems aus?

Fassadendämmsysteme sparen Heizenergie, verringern den treibhausrelevanten Ausstoß von Gebäuden – und tragen so aktiv zum Umweltschutz bei. Der Blick auf die Ökobilanz kann wissenschaftlich aufzeigen, welche Bedeutung eine Fassadendämmung aus Polystyrol (EPS) insgesamt für die Umwelt hat. Gemäß der internationalen Norm DIN EN ISO 14040 beschreibt die Ökobilanz die Umweltauswirkungen eines Produktes über seinen gesamten Lebenszyklus, also Rohstoffgewinnung, Produktion, Nutzung und Entsorgung, hinweg und berücksichtigt dabei sowohl positive als auch negative Effekte.

Wie fällt diese Abwägung im Falle der Fassadendämmung aus? Das Institut für Kunststoffprüfung und Kunststoffkunde (IKP) hat für den Fachverband Wärmedämm-Verbundsysteme (WDV) eine solche Ökobilanzstudie durchgeführt und kommt zu einem positiven Ergebnis: Fassadendämmsysteme leisten einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der Umwelt und des Weltklimas.

Erstes Öko-Plus schon nach einer Heizperiode

Die Zahlen sprechen für sich: Um ein Haus mit 130 Quadratmetern Fassadenfläche zu dämmen, wird demnach so viel Primärenergie aufgewendet, wie ein Auto für eine Fahrstrecke von 10.000 Kilometern benötigt. Die Sanierung eines Altbaus dieser Größe spart über die Zeit von 40 Jahren jedoch ein Vielfaches davon. Die nicht verwendete Primärenergie entspricht einer Auto-Fahrleistung von 830.000 Kilometern. So lange brauchen Hausbesitzer jedoch nicht auf einen positiven Effekt ihrer modernen Dämmung zu warten: Der Primärenergieaufwand zur Herstellung eines Fassadendämmsystems wird in der Regel schon in der ersten Heizperiode eingespart.

Die Systeme halten ein halbes Jahrhundert

Generell gilt: Je länger die Fassadendämmsysteme halten, desto positiver ist am Ende die Ökobilanz. Wie das IKP gehen auch die Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) von einer Lebensdauer der Dämmsysteme von 40-60 Jahren aus. Caparol blickt als Pionier der Branche bereits auf fünf Jahrzehnte Erfahrung mit Fassadendämmsystemen zurück – und konnte in dieser Zeitspanne die Haltbarkeit seiner Produkte unter Beweis stellen. Mit einer über die Jahre größeren Verbreitung der Dämmsysteme steigt entsprechend auch der positive Nutzen für die Umwelt: In Deutschland werden seit den 1970er-Jahren in größerem Umfang Fassadendämmsysteme verbaut. Dies summiert sich inzwischen auf mehrere hundert Millionen Quadratmeter gedämmter Fassadenflächen – ein riesiger Beitrag zum Klimaschutz.

Recycling verbessert die Ökobilanz

Falls ein Dämmsystem trotz langer Haltbarkeit eines Tages zum Sanierungsfall werden sollte oder den Anforderungen an die Energieeffizienz nicht mehr genügt, bieten sich zwei Möglichkeiten: erstens die so genannte Aufdopplung, bei der das alte System nicht entsorgt werden muss, sondern mit einem neuen „überdämmt“ wird, zweitens das Recycling – dies wird seit Jahren erfolgreich mit Baustellen- und Produktionsabfällen praktiziert.

  • Polystrol(EPS)-Rückstände werden dem Produktionszyklus wieder zugeführt. Das Material lässt sich als Zuschlagsmaterial für Mörtel und Beton verwenden.
  • EPS-Hartschaum wird verbrannt und die Wärmeenergie genutzt – zum Beispiel zur Erzeugung von Strom oder Fernwärme.

Caparol engagiert sich in Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Instituten für Forschungsprojekte zum Thema „Recycling von Fassadendämmsystemen“. So soll in Zukunft die Ökobilanz noch weiter verbessert werden.

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