Wie effizient ist eine Fassadendämmung wirklich?

Fassadendämmung rechnet sich. Warum? Infolge der immer knapper werdenden Reserven der klassischen Heizenergieträger Öl und Gas sind die Rohstoff- und Energiepreise bereits drastisch gestiegen und ein Ende dieser Preissteigerung ist derzeit nicht absehbar. Das verursacht für Hausbesitzer hohe Kosten – die sich aber erheblich senken lassen. Denn: Etwa drei Viertel der Energie, die ein Privathaushalt verbraucht, werden für die Heizung genutzt. Und je nach Gebäudetyp gehen bis zu 30 Prozent der jährlich aufgewendeten Heizenergie durch die Außenwände verloren. Ein gut gedämmtes Haus verhindert dies. Optimal ausgerüstet kann es den Energieverlust durch die Wände extrem senken – und bis zu 40 Prozent der Gesamtheizkosten sparen. Eine Fassadendämmung bietet Ihnen also große Einsparpotenziale.

Die tatsächliche Einsparung durch eine Fassadendämmung hängt im Einzelfall von verschiedenen Faktoren ab. Dabei geht es um:

  • die Dicke und Wärmeleitfähigkeit, sprich Qualität des verwendeten Dämmmaterials.
  • die Außenwand, auf welche die Fassadendämmung aufgebracht wird. Die verschiedenen Materialien, aus denen Gebäude gebaut werden, haben ebenfalls unterschiedliche Wärmeleitfähigkeiten.
  • die reale Fassadenfläche, die letztlich gedämmt wird, also die Gesamt- Außenwandfläche abzüglich der Fensterflächen.
  • die allgemeinen klimatischen Bedingungen beziehungsweise Witterungsverhältnisse und den Standort des Gebäudes. Sonne oder Schatten können hier einen deutlichen Unterschied machen – fast wie Tag und Nacht.
  • das Nutzerkomfortverhalten. Je stärker die Wohnräume beheizt sind und je höher die gewünschte Raumtemperatur ist, desto größer ist auch das Einsparpotenzial. Denn 1 Grad Celsius Temperaturerhöhung bedeuten 6 Prozent mehr Energieaufwand.
  • die Effizienz und Auslegung der Heizungs- und Anlagentechnik.

Wie viel Zeit es in Anspruch nimmt, bis die eingesparten Heizkosten die Ausgaben für die Dämmung ausgeglichen haben, hängt natürlich sehr stark von den tatsächlichen Energiekosten ab. Je höher die Preissteigerung in Zukunft ausfällt, desto schneller rechnet sich die Investition in eine Fassadendämmung.

Wenn schon, dämm schon

Besonders schnell rechnet sich die Wärmedämmung dann, wenn ohnehin Fassadenarbeiten – etwa ein neuer Putz oder Anstrich – geplant beziehungsweise notwendig sind. Das Gerüst steht dann schon, und so sind die Mehrkosten für die Dämmung nur gering. Wenn zum Beispiel Verputzarbeiten anstehen, müssen lediglich die Dämmplatten mit der Armierungsschicht zusätzlich aufgebracht und die Fensterbänke ausgewechselt werden.

Diese Ausgabe lohnt sich. Denn eine Fassadendämmung macht sich durch einen geringeren Heizenergieverbrauch am Ende direkt im Portemonnaie des Hausbesitzers bemerkbar. Und auch die nächste Heizungsanlage kann nach der Dämmung meist deutlich kleiner ausfallen. Wärmedämmung rechnet sich also – wer sein individuelles Potenzial ermitteln will, sollte einen Energieberater hinzuziehen.

Zur Energieberatersuche

Erfahren Sie hier mehr über die Funktionsweise eines Fassadendämmsystems.

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